Nach dem Erwachen las ich im Halbschlaf

Ich schlug die Augen auf, quälte sie mir vielmehr unter Zuhilfenahme des zuständigen lidhebenden Muskels irgendwie auf. (arghhh) Ich griff nach dem neben meinem Kopf zur Ruhe gekommenen Roman, in den ich während des Einschlafens gestern Nacht mich kurz versenkt hatte. Ich las die mir sofort einleuchtenden und mich an irgendwas erinnernden Sätze, mit denen sich die hauptsächliche Figur des Romans nach dem Aufstehen einen Kaffee bereitet:

“Ich versuchte zu lesen, aber ach, diese einschläfernde Magie wirkte nur in den späten Nachtstunden, nicht am frühen Morgen. Das Buch über die deutschen Konzentrationslager im Zweiten Weltkrieg machte mich nur munterer, und so stand ich um sieben mit starken Kopfschmerzen auf, zog mich an, setzte Wasser für den Kaffee auf und ging hinunter, die Zeitung zu kaufen. Wenige Leute kauften damals Zeitungen, weil die Nachrichten und Kommentare meist vorhersehbar waren, aber die morgendliche Zeitungslektüre bei einem Tässchen schwarzen Kaffee war ein Ritual, auf das ich nicht verzichten mochte.”…”; außerdem bestand die Möglichkeit, dass ein Journalist schon auf den ersten Seiten ein subversives Detail einfügte, ein kleines Zeichen, das besagte, dass die Wirklichkeit doch nicht so war, wie die Regierung behauptete. Die Suche nach solchen Details war ein reizvolles intellektuelles Spiel, vorausgesetzt natürlich, man hatte keine Kopfschmerzen. Daher widmete ich mich jetzt den Seiten mit den Todes- und Kleinanzeigen, die neutral genug waren für den Schmerz, der hinter meiner Stirn und in den Schläfen hämmerte.”

Diese Passage hatte mich im Halbschlaf (die Lider fielen mir im Gegensatz zur Romanfigur immer wieder zu) an eine vor kurzem gelesene Kurzgeschichte von Eckhard Henscheid erinnert, in der dieser zu Anfang quasi als Leitmotiv Kafka zitiert, und zwar eine Passage, in der sich Kafka in einem Brief (oder so) darüber auslässt, dass in der Zeitung immerzu sich Randmeldungen befinden, die nur für ihn (Kafka) bestimmt zu sein scheinen.

Bei dem Roman, nach dem ich während des Erwachens gegriffen hatte, handelt es sich übrigens um den mir schon sehr liebgewordenen “Die Ohrfeige” (im Original: “Pijavice”) von David Albahari, einem wohl Belgrader Autor, der nun in Kanada lebt. Darin stolpert die Romanfigur durch ein ziemlich rätselhaftes Belgrad im Frühjahr 1998 und verfängt sich mehr und mehr in einem Netz aus Zeichen, darin übrigens ähnlich dem zuvor erwähnten Eckhard Henscheid, der vergleichbares in seinem Roman “Dolce Madonna Bionda” unterbreitete, obgleich unter anderen Vorzeichen, nämlich mit eher Liebeskummer-getränktem Zeichenwirrwarr, anstelle des kabbalistisch bis Borges-ähnlich verschwörerischen von Albahari.

Ich blickte, nachdem ich schon wieder kurz entschlummert war, sodann auf den Stadtplan der Belgrader Innenstadt und Zemun, der auf der Einbandinnenseite abgebildet war, und versuchte, mich in den Strassen rund um den Belgrader Hauptbahnhof (“vor meinem inneren Auge”) zurechtzufinden. Ich verirrte mich in eine Seitenstrasse und stand plötzlich vor einer riesigen Kanne Milch auf einer tetrapackartig grünen Wiese, halt… Richtig, hatte ich bloss geträumt, denn Schlaf hatte mich schon wieder übermannt.

Übrigens schreibt Albahari auch gelegentlich für Belgrader Tageszeitungen und so fiel mir eines Tages ein Artikel über die neuesten Geschehnisse im Noiserockgeschehen der Hauptstadt vor die Füsse. (den diese verflixten übersetzungsmaschinerien so übersetzen). Darin erwähnt er auch die hier irgendwo enthaltenen Repetitor. Erwartungsgemäss hat der Zeitungsartikel einige Kommentare den betroffenen Jugendlichen (hihi) entlockt.

Fortsetzung folgt

still working on the translation, hark
After waking up i read whilst half asleep
I opened my eyes, more rather i forced them open with the help of the levator muscle in charge. (Arghhh) I grabbed the novel which came to rest beside my head when i had sunken fast asleep last night. I read that I immediately obvious to me and something resembling sentences with which prepares for the main character in the novel after getting a coffee:

“I tried to read, but alas, this soporific magic worked only in the late night hours, no early morning. The book was about the German concentration camps during the Second World War, only gayer me, so I stood at seven, with severe headache, put on me, put on water for the coffee and went down to buy the paper. Few people bought at that time newspapers because the news and comments have been anticipated generally, but the morning newspaper reading in a cup of black coffee was a ritual to which might not do without me. “…”, And also faced the possibility that a journalist has to first pages of a subversive detail inserted, a small sign that said that reality was not so, as the government claimed. The search for such details was a charming intellectual game, provided, of course, they had no headache. So I dedicated myself now, the pages with the death and classified ads, which were neutral enough for the pain that throbbed behind my forehead and temples. ”

This passage had me fall in half-sleep (my eyelids, in contrast to the fictional character again and again) to a read recent short story by Eckhard Henscheid remembered in this cited at the beginning as a kind of leitmotif of Kafka, in a passage in which Kafka in a letter (or so) it leaves out that in the newspaper all the time there are edge messages that appear to be intended only for him (Kafka).

In the novel, for which I had taken during the awakening, it is the way to my very cherished “The slap in the face” (originally “Pijavice”) by David Albahari, probably a Belgrade writer, now living in Canada. In it the protagonist stumbles through a rather enigmatic Belgrade in spring 1998 and will catch on more and more in a web of characters that is the way similar to the previously mentioned Eckhard Henscheid, the equivalent in his novel “Dolce Madonna Bionda” submitted, although under different circumstances, namely, rather lovesick character-soaked mess, instead of the cabalistic to Borges-like conspiracy of Albahari.

I looked after I was back asleep just then, the city of Belgrade downtown and Zemun, who was depicted on the inside cover, and tried to find my way in the streets around the Belgrade railway station (in my mind’s eye “). I got lost in a side street and suddenly stood before a huge pot of milk on a green meadow tetrapackartig, stop … Right, I had only dreamed of, because sleep had overpowered me again.

Incidentally Albahari also writes occasionally for newspapers and Belgrade to me one day, an article was about the latest happenings in the capital Noiserockgeschehen’s feet. (Translate those pesky translation machinery so). In it he mentioned the coach included here somewhere. As expected, the newspaper article has elicited some comments that the adolescents (hihi).

To be continued

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